Gefährliche Mission – Menschenrechtsarbeit in der Türkei
Folterrehabilitationszentrum TOHAV in Istanbul
Das Folterrehabilitationszentrum TOHAV wurde 1959 durch das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH Schaffhausen aufgebaut und im Jahr 2005 in die Selbständigkeit geführt. TOHAV/TRM ist ein Zentrum für Personen, die von den Behörden misshandelt und gefoltert werden. Es ist ein Referenz- und Koordinationszentrum, das körperliche, psychische und soziale Unterstützung bietet.
Das Zentrum plant und koordiniert die Behandlung und Rehabilitation von Menschen, deren allgemeiner Gesundheitszustand sich aufgrund der Misshandlungen und Traumata, die sie in Haft und Gefängnis erlitten haben, verschlechtert hat, indem es ihren physischen, psychischen und sozialen Zustand beurteilt. Die Trauma-Rehabilitation erfolgt auf der Grundlage medizinischer, körperlicher, psychiatrischer und sozialer Behandlungsprogramme. Die Rehabilitation von Folter- und Traumaopfern wird in Abstimmung mit fachmedizinischen Zentren und Fachärzten geplant und koordiniert.
TOHAV/TRM führt seine Arbeit unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Konventionen zur Folterprävention, insbesondere des Istanbul-Protokolls, durch, unabhängig von Sprache, Religion, Geschlecht, Rasse, Klasse und politischer Einstellung.
TOHAV/TRM ist ein akkreditiertes Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT) mit Sitz in Kopenhagen.
Zeitungsartikel Schaffhauser Nachrichten 18.06.1999 (PDF)
Zeitungsartikel Schaffhauser Nachrichten 16.06.2000 (PDF)
Das untenstehende Bild entstand am UNO-Menschenrechtstag im November 2000, als der Bürgermeister der «kurdischen Hauptstadt» Diyarbakir, Feridun Celik, vom damaligen Aussenminister, Bundesrat Joseph Deiss, im Bundeshaus empfangen wurde. Feridun Celik ist selber Mitglied der Stiftung TOHAV.

