Impressionen aus Israel

Ernüchternde Studienreise

Die Studienreise nach Israel fand im April 2017 statt. Besuche an verschiedene Orte in den palästinensischen Gebieten im Westjordanland standen ebenfalls auf dem Programm, so auch in einem Friedenscamp, umzingelt von israelischen Siedlungen. Schon 1973 befand ich mich in einem Kibbuz an der libanesischen Grenze, als der Jom-Kippur-Krieg ausbrach. Das waren bewegende Zeiten mit vielen Aufenthalten im Luftschutzkeller. Das Fazit der Reise im April 2017 war über alles gesehen nicht von Hoffnung geprägt. Wo man auch hinkam, waren die Einschätzungen einer friedlichen Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern pessimistisch. Das lag auch an den bereits geschaffenen Fakten der israelischen Siedlungen im Westjordanland und an der gegenseitig spannungsgeladenen Stimmung. Leider hat der erneute gewaltsame Ausbruch des Konflikts mit dem schrecklichen Überfall der Hamas auf israelische Siedlungen die Befürchtungen mehr als bestätigt und ein möglicher Friedensprozess ist in weite Ferne gerückt.